Hex Editor / Reverse Engineering
Ghidra ist ein kostenloses, quelloffenes Framework für Software-Reverse-Engineering, veröffentlicht von der US-amerikanischen National Security Agency. Es bietet einen Disassembler, einen interaktiven Decompiler, der C-ähnlichen Pseudocode rekonstruiert, Querverweise, Skripting in Java und Python sowie Unterstützung für gemeinsame Projekte. Es unterstützt eine breite Palette an Prozessorarchitekturen, darunter solche in Fahrzeug-ECUs wie PowerPC, und lässt sich über SLEIGH-Prozessordefinitionen für weitere wie Infineon TriCore erweitern. In der ECU-Forschung dient es dazu, Firmware zu disassemblieren und zu decompilieren, die Steuerlogik zu verstehen, Kennfeld-Zugriffsroutinen, Prüfsummen-Algorithmen und die Diagnose-/DTC-Behandlung zu lokalisieren und das Speicher-Layout zu dokumentieren. Es ist ein schwergewichtiges Experten-Werkzeug für alle, die Tuning-Lösungen entwickeln und verstehen wollen, wie eine ECU tatsächlich rechnet – keine Endanwender-Software zum Remapping.
Mit Ghidra erschließen sich Forscher überhaupt erst die Prüfsummen- und Kalibrierungslogik einer ECU; Softechpro überführt dieses Wissen in automatische Module und Prüfsummenkorrektur für den Alltagsanwender und ersetzt nicht die tiefe Reverse-Engineering-Arbeit, die Ghidra ermöglicht.
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